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Die Künstlerpuppen Ausstellung des VeP 2017

Von, ich weiß nicht wann, bis zum Jahr 2017 war die Ausstellung des Verbandes der europäischen Puppenkünstler in Neustadt bei Coburg ein besonderes Highlight. Nun, diese Zeiten sind vorbei. Manche Besucher werden es vermissen, manche werden es vielleicht gar nicht bemerken, denn die Ausstellung wurde oft für eine Extrapräsentation des MOA gehalten. Wer es noch nicht weiß, MOA ist der Max Oskar Arnold Kunstpreis der Stadt Neustadt im Bereich Puppen- und Figurenkunst.

Die kleine VeP Ausstellung hatte ihre besonderen Fans und nach ein paar Jahren Ausstellungsaufsicht kamen einem einige der Besucher wie gute Freunde vor. Es waren schöne Zeiten doch die Welt dreht sich weiter und der VeP löst sich gerade auf. Es wird also in Zukunft etwas fehlen zwischen den vielen Präsentationen und Events zum Puppenfestival in Neustadt. Einige der Künstlerinnen werden woanders ihre Werke ausstellen, zum Beispiel im Museum. Einige werden auf die Reise nach Neustadt gleich ganz verzichten. Wobei diese wahrscheinlich sowieso seltener oder kaum noch zu Ausstellung fahren. Die Künstlerinnen altern schließlich genauso schnell wie die Sammler und Künstlerpuppen gibt es schon seit über 30 Jahren.

In jeder Generation werden andere Puppentypen gesammelt und der Trend geht weg von der klassischen Kinderdarstellung aus Porzellan. Seien wir also gespannt was noch kommt. Ältere Sammlerinnen beklagen oft, dass sich der Nachwuchs wohl kaum für die Puppenkunst interessiert, die Nachfrage einbricht, der Markt tot daliegt und die Künstlerinnen aufgeben. Nun, das ist nicht ganz richtig. Es gibt junge Sammlerinnen und es gibt einen Markt, aber das alles findet außerhalb von Deutschland statt. Momentan sind Ball-jointed Dolls sehr beliebt und die für den Betrachter gewöhnungsbedürftigen Puppen wie Pullip oder Blythe. Man liebt sie oder man hasst sie….oder gewöhnt sich langsam an den Anblick. Puppenkunst im herkömmlichen Sinne ist das nicht. Weltweit gibt es jedoch eine ganze Menge Künstler und Künstlerinnen, die Artist Ball-jointed Dolls herstellen. Weniger als Unikate oder Kleinserien, sondern als Objekte zur weiteren Verarbeitung. Anders kann ich es nicht ausdrücken. Das Konzept BJD ist ebenfalls gewöhnungsbedürftig, aber darüber habe ich ja schon geschrieben.

Es ist nur gut, dass es immer noch Puppenkünstlerinnen gibt die nicht den Trends folgen, sondern umsetzen und versinnbildlichen was ihnen auf dem Herzen liegt. Genau da ist der Unterschied, genau das unterscheidet Kunst von Kommerz. Vielleicht gibt es ja auch in Zukunft eine Möglichkeit diese Art von Puppenkunst in Neustadt zu zeigen. Es wäre eine Bereicherung.

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