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BJD Recasts sind Raubkopien

Das Recast-Problem gibt es schon fast so lange wie es BJDs aus Resin gibt. In den letzten Jahren hat es allerdings massiv zugenommen. Viele bekannte Künstler und Manufakturen sind betroffen. Aber es liegt eben nicht nur an den Herstellern dieser Raubkopien, es liegt auch an den Käufern derselben. Ohne Nachfrage würde sich das Problem von selbst erledigen. Neulinge im BJD Hobby fallen wegen des vermeintlich günstigen Preises manchmal auf den Schwindel herein. Noch schlimmer ist es jedoch, wenn bewusst Recasts gekauft werden. Es ist und bleibt Betrug, auch wenn manche es eher für ein Kavaliersdelikt halten oder als ganz normal ansehen.

Ich möchte hier mal erklären, wie so ein Recast entsteht: Jemand kauft legal eine BJD und überlässt sie einer Recast-Firma, die dann Formen von der Puppe baut und diese in größerer Auflage vervielfältigt. Dabei wird an allen Ecken und Enden gespart. Das Resin ist minderwertig, die Ausführung oft schlampig. Danach werden die Puppen unter dem Namen des ursprünglichen Künstlers oder der Manufaktur übers Internet angeboten zu einem Preis der einfach nicht wahr sein kann. Solche Verkaufsplattformen kommen und verschwinden auch wieder schnell, um unter anderem Namen weiter zu machen. Der Secondhand Markt ist gerade im BJD Hobby sehr groß und somit auch die Gefahr unwissentlich ein Recast zu erstehen. Also heißt es immer: Augen auf beim Kauf einer BJD. Besonders bei Ebay, aber auch in Foren und Verkaufsplattformen sieht man manchmal Recasts. Die gewerblichen Verkäufer sind oft aus China. Übrigens werden nicht nur die Puppen kopiert, sondern die Zertifikate gleich mit.

Es ist am sichersten, eine BJD direkt beim Künstler bzw. der Manufaktur zu kaufen. Größere asiatische Manufakturen haben auch extraVerkaufsshops in Europa. Das heißt, der Shop erhält offiziell die Erlaubnis, Puppen der jeweiligen Firma zu verkaufen. Meist haben die Shops Verträge mit mehreren Herstellern. Es gab zeitweise 3 dieser Shops in Deutschland, inzwischen steht auch der letzte davon vor der Schließung. So bleibt also nur das Internet und sorgfältige Recherche.

Veröffentlicht inBJD allgemein

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